Hamburgisch

An sich spricht der Hamburger tendenziell Hochdeutsch, wenn auch mit einem leichten breiten Akzent, so dass die Verständigung an sich klappen sollte.

Aber ein paar Begriffe sind trotzdem gängig – hier eine repräsentative* Auswahl:

Hamburg Annerswo
Alsterwasser Bier mit Limo (Radler)
ankieken ansehen
Bangbüx Angsthase
Brägen Denkapparat
Braß Schlechte Laune
Buddel Flasche
Büx Hose
daddeldu genug, alle, vorbei
Daddeln Spielen, Zocken
Deern Mädchen
Döskopp Dummkopf
gau schnell
glitschen gleiten
Gör Kind
Grabben Hirngespinste, wunderliche Einfälle
Höker Händler, Laden
Katt Katze
kattendüster stockfinster
kleien kratzen
klei mi an de Feut Du kannst mich mal…
Kaffeeklappe Kiosk, aber auch Trinkhalle
Klock Uhr
Kloogschieter Ein M aus Sicht anderer 🙂
Klock twee um zwei Uhr
klönen sich unterhalten
Klönsnack Unterhaltung
Knust Endstück vom Brot
Lüd Leute
Macker Kerl
mall verrückt
Mors Po, Hintern
nokieken nachschauen
Book to’n nokieken Lexikon
Plüschmors Hummel
Quiddje Zugezogener, Zugereister
rammdösig unfähig klar zu denken, benommen
rum pusseln basteln
Rundstück Brötchen, Semmel
Störm Sturm im Norden ist erst, wenn die Schafe keine Locken mehr haben
schmöken rauchen
schnacken sich unterhalten
tüddelig verwirrt, durcheinander
in’n Tüddel koomm durcheinander kommen
Tünbüdel Lügner
utbüxen ausbüxen, abhauen
verklickern erläutern
zappenduster stockdunkel

* Total subjektiv genaugenommen, aber gängig.